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Müller-Thurgau

Müller-Thurgau - ist eine Weißwein-Rebsorte aus Deutschland. Sie wurde im 19. Jahrhundert in Geisenheim von dem Schweizer Weinfachmann Prof. Dr. Müller aus dem schweizerischen Thurgau gezüchtet. Lange glaubte man, die Eltern der Müller-Thurgau seien Riesling und Silvaner - daher ist die Rebsorte auch unter dem Namen Rivaner bekannt; Genetiker haben inzwischen aber herausgefunden, dass nicht der Silvaner, sondern die französische Rebsorte Madeleine Royale, welche nur Tafeltrauben liefert, zu den Eltern der Müller-Thurgau gehört.
Der Müller-Thurgau gehört zu den in Deutschland am häufigsten angebauten Rebsorten. Lange Zeit belegte sie gar Platz eins, jedoch hat die über lange Jahre übliche Produktion von Massenwein dem Ruf der Müller-Thurgau-Weine sehr geschadet und die Verkaufszahlen und die Anbaumengen sinken lassen. Mit der Einführung einer Ertragsbegrenzung in den 1980er Jahren stieg die Qualität wieder.
Der Müller-Thurgau reift früh und liefert stabile Erträge. Aus ihm werden leichte, unkomplizierte, jung zu trinkende Alltagsweine gekeltert. Man trifft auf fruchtige Aromen von grünem Apfel und Zitrone, gelegentlich auch auf Muskat oder ausgefallene Noten wie grüne Paprika.
Ein Müller-Thurgau passt zu zart-würzigen Speisen wie Süßwasserfisch oder zartem Schweinebraten.



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Müller-Thurgau aus Deutschland