aromicon-Autor jana Dieser Artikel wurde von jana geschrieben.

Weißwein zu Fisch und Rotwein zu Fleisch!?

3. August 2009

Eine der bekanntesten Regeln, die wohl jeder schon einmal gehört hat. Aber ist sie wirklich so allgemeingültig, wie gemeinhin vermutet wird? Nein. Denn weniger die Farbe als vielmehr die Tatsache, dass Fisch Säure braucht, um seine Aromen zu entfalten, liegt diesem Spruch zugrunde. Weißwein enthält zwar üblicherweise mehr Säure, aber es gibt auch viele säurereiche Rotweine, die ausgezeichnet mit Fischgerichten harmonieren. Besonders bei festfleischigen und stark schmackhaften Fischen bieten sich fruchtige und tanninarme Rotweine, wie beispielsweise ein Beaujolais oder die meisten Pinot-noir-Weine, an. Umgekehrt kann auch ein Weißwein ein Fleischgericht perfekt abrunden. Körperreiche Weißweine, wie Pinot-gris oder auch Sémillon, sind hier zu nennen.

Die Harmonie zwischen Speisen und Weinen ist also entscheidend für ein gelungenes Geschmackserlebnis und weniger die Farbe des Weins. Ein starker Wein zerstört den Geschmack leichter Gerichte, während eine kräftige, pikante Speise einem duftigen Wein die gleiche Qualität wie Wasser gibt. Es gilt also: Schwere, geschmacksintensive Speisen werden von einem kräftigen Wein bereichert, ein zarter Wein dagegen passt zu feinen, dezenten Geschmacksnoten.

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