Monatsarchiv für Mai 2010

Whisky: Und wie er vom Wein profitiert.

Montag, den 31. Mai 2010

Spricht man von gutem Whisky, so kommt man nicht umhin, sich früher oder später auch mit dem Thema Wein zu beschäftigen. Denn Whisky verdankt seine große Aromenvielfalt in vielen Fällen dem Einfluss des edlen Traubensaftes.

Nach dem Kelterungsprozess wird Wein zur Reifung oft  in große Eichenfässer (Barriques) abgefüllt. Das Holz von amerikanischen oder europäischen Eichen spielt beim Reifungsprozess eine wichtige Rolle, denn es enthält Tannin. Tannin, das in seiner Zusammensetzung härter und rauer ist als das Tannin der Weintrauben. Es stabilisiert während der Reife die allgemeine Struktur und Farbe des Weins. Darüber hinaus ist auch die Behandlung der Fässer von großer Bedeutung.  Bei der Herstellung werden die Dauben über einem Feuer erhitzt, um sie formbar zu machen. Je nach Dauer und Intensität des Erhitzens wird die Innenseite des Fasses entweder schwach oder stark geröstet.  Diesen Vorgang nennt man „toasting“. Durch das „toasting“ gibt das Fass später Röstaromen an den Wein (und den Whisky) ab. Ein intensives Raucharoma entsteht, wenn die Fässer stark geröstet wurden. Wurden sie schwach geröstet, dann schmeckt man später ein dezentes Vanillearoma im Wein und im Scotch (schottischer Whisky), das sich hauptsächlich aus gelösten Holzbestandteilen zusammensetzt. Weil die Fässer mit der Zeit auslaugen und die Konzentration der Tannine und Aromen abnimmt, beschränken sich Weinmacher darauf, ihre Fässer höchstens fünfmal neu zu befüllen.

Whisky-fässer, alt und gebraucht im Freien

Alte Whisky-Fässer

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