Monatsarchiv für August 2009

Gault Millau – Das Ende und der Beginn einer neuen Ära

Montag, den 10. August 2009

GM_DW_2009Zu Beginn des Monats Juli 2009 stand der eigentlich sonst sehr renommierte Weinführer von Gault Millau in deutlicher Kritik. 14 deutsche Winzer hatten ihm die Zusammenarbeit in einem Offenen Brief gekündigt. Gault Millau hatte zuvor ein neues Finanzierungskonzept zu seinem Weinführer vorgestellt, das künftig auch die Winzer mit einem freiwilligen Betrag von 195 € einbezieht. Die Winzer, die den Offenen Brief unterschrieben, weigerten sich, diesen freiwilligen Unkostenbeitrag für die Verkostung und Bewertung ihrer Weine zu zahlen, da sie darin eine Gefahr für die Unabhängigkeit des Weinführers sahen. Es gleiche einer Bestechung, so die Weingüter, wenn sie sich ihre Beurteilungen erkaufen müssten. (weiterlesen…)

Welchen Nutzen hat das Web 2.0 für Weinliebhaber?

Freitag, den 7. August 2009

Das sogenannte Web 2.0 kennzeichnet seit 2004 eine neue Generation der Internetnutzung. Es wird auch als „Mittmach-Plattform“ bezeichnet, da Nutzerinnen und Nutzer Webinhalte aktiv mitgestalten und eigene Themen multimedial publizieren können.

Doch wie nutzen Weinkonsumenten diese multimedialen Angebote? Miriam Lemke versucht im Rahmen ihrer Abschlussarbeit im Studiengang ‚Internationales Weinmanagement’ an der Fachhochschule Burgenland in Österreich genau dieser Fragestellung auf den Grund zu gehen. (weiterlesen…)

2009 – Der deutsche Weinkonsum geht zurück, doch der Umsatz steigt

Mittwoch, den 5. August 2009

Die Deutschen haben im ersten Halbjahr 2009 weniger Wein getrunken als im Vorjahreszeitraum.

Der Absatz der deutschen Weine sank um etwa 2,8 Prozent, so teilte das Deutsche Weininstitut mit. Trotz dieses Absatzrückganges konnten die deutschen Erzeuger dennoch in der ersten Hälfte des Jahres ein überdurchschnittliches Umsatzplus ausmachen – Ihre Einnahmen stiegen um etwa 2,1 Prozent. Im Ganzen kamen die deutschen Weine auf einen Marktanteil von 47,6 Prozent (- 3,0 Prozent), umsatzbezogen auf 53,4 Prozent (- 2,0 Prozent). (weiterlesen…)

Weißwein zu Fisch und Rotwein zu Fleisch!?

Montag, den 3. August 2009

Eine der bekanntesten Regeln, die wohl jeder schon einmal gehört hat. Aber ist sie wirklich so allgemeingültig, wie gemeinhin vermutet wird? Nein. Denn weniger die Farbe als vielmehr die Tatsache, dass Fisch Säure braucht, um seine Aromen zu entfalten, liegt diesem Spruch zugrunde. Weißwein enthält zwar üblicherweise mehr Säure, aber es gibt auch viele säurereiche Rotweine, die ausgezeichnet mit Fischgerichten harmonieren. Besonders bei festfleischigen und stark schmackhaften Fischen bieten sich fruchtige und tanninarme Rotweine, wie beispielsweise ein Beaujolais oder die meisten Pinot-noir-Weine, an. Umgekehrt kann auch ein Weißwein ein Fleischgericht perfekt abrunden. Körperreiche Weißweine, wie Pinot-gris oder auch Sémillon, sind hier zu nennen.

Die Harmonie zwischen Speisen und Weinen ist also entscheidend für ein gelungenes Geschmackserlebnis und weniger die Farbe des Weins. Ein starker Wein zerstört den Geschmack leichter Gerichte, während eine kräftige, pikante Speise einem duftigen Wein die gleiche Qualität wie Wasser gibt. Es gilt also: Schwere, geschmacksintensive Speisen werden von einem kräftigen Wein bereichert, ein zarter Wein dagegen passt zu feinen, dezenten Geschmacksnoten.