aromicon-Autor jana Dieser Artikel wurde von jana geschrieben.

Champagnerstrom versiegt aufgrund der Wirtschaftskrise

8. September 2009

19410In letzter Zeit ging es der Champagnerbranche gar nicht gut, die Umsatzzahlen brachen aufgrund der Wirtschaftskrise ein. So gingen die Absätze im Vergleich zum Vorjahr im ersten Halbjahr 2009 um rund 20 % zurück. Die Händler reagierten daraufhin mit Preisnachlässen – sehr zur Freude des Kunden.

Doch damit soll nun Schluss sein, der Dachverband der Winzer aus der Champagne, CIVC (Le Comité interprofessionnel du vin de Champagne), reagierte auf die anhaltenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten mit einer Regulierung des Marktes. Die Weinlese wurde stark begrenzt: Nur noch 9700 Kilogramm Trauben pro Hektar sollen geerntet werden, im Vorjahr waren es noch bis zu 14 000 Kilogramm. Insgesamt soll so gut ein Viertel weniger an Champagner gekeltert werden. Damit soll auch der Bestand der gelagerten Flaschen vermindert werden. Diese drastische Maßnahme sei notwendig, so heißt es in einer Erklärung des CIVC, um die Auswirkungen der Wirtschaftkrise auf die Champagnerbranche zu mildern und für eine allmähliche Erholung des Marktes zu sorgen.

Die Lese für den diesjährigen Champagner beginnt aufgrund der sehr heißen Sommermonate bereits in wenigen Tagen. Obwohl die Trauben dieses Jahr stark von der gefährlichen Rebkrankheit Mehltau bedroht waren, zeichnet sich doch ein guter, vielversprechender Champagnerjahrgang ab, so der CIVC. Man hofft auf ausgewogene, ausdrucksstarke Weine, die die Konsumenten in aller Welt verführen sollen – sofern diese denn etwas von dem rar gehaltenen Getränk erhaschen können…

Wein aus der Champagne bei aromicon.

Kommentarfunktion ist deaktiviert