aromicon-Autor alf Dieser Artikel wurde von alf geschrieben.

Aromen für aromicon

11. September 2008

Aromenbeispiele

(In eigener Sache) Mit Hochdruck arbeiten wir an der Fertigstellung unserer neuen Wein-Plattform und sind kurz vor dem Start.
Kern der Plattform wird das von uns entwickelte und weltweit zum Patent angemeldete Verfahren der Virtuellen Weinverkostung sein. Dabei wird der Geschmack, d.h. z.B. Aromen des Weines, visuell in Form von Bildern und Animationen veranschaulicht.
Um die Aromen darzustellen, müssen aber erst mal die relevanten gefunden und dann in einem 3D-Programm von Daniel gebaut werden. Wir haben uns lange mit möglichen Wein-Aromen beschäftigt. Leider gibt es in der Weinbeschreibung keinen Standard. Jeder interpretiert den Geschmack so wie er denk. Im Laufe der Zeit haben wir hunderte von Geschmacksbeschreibungen angesehen und die wichtigsten Aromen herausgefiltert. Dazu gehören Klassiker wie der Geschmack nach schwarzen Johannisbeeren, Kirschen, Zitrone oder mineralische Noten aber auch Noten von Butter, Tabak, Tiernoten, ja sogar medizinische Noten und oder Gummibärchen sind üblich.
Zu Beginn des Projektes konnte ich mir beispielsweise auch nicht vorstellen, wie ein Wein nach Butter schmecken kann, bis ich dann mal beim Weingut Dr. v. Bassermann-Jordan einen deutschen Chardonnay getrunken habe. In diesem Moment war mir klar, das sind buttrige / sahnige Noten.

Bei einer Verkostung des Meininger Verlages, zu der ich eingeladen war, philosophierte der Chefverkoster Hr. Hornickel mit einem Kollegen darüber, ob der Wein nun Noten von roten, gelben oder weißen Gummibärchen hätte. Da kann man nun sagen, das ist Spinnerei, aber wenn man sich darauf konzentriert und erst mal schmeckt, was gemeint ist, kann man solchen Beschreibungen sehr oft folgen.

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