aromicon-Autor jana Dieser Artikel wurde von jana geschrieben.

2009 – Der deutsche Weinkonsum geht zurück, doch der Umsatz steigt

5. August 2009

Die Deutschen haben im ersten Halbjahr 2009 weniger Wein getrunken als im Vorjahreszeitraum.

Der Absatz der deutschen Weine sank um etwa 2,8 Prozent, so teilte das Deutsche Weininstitut mit. Trotz dieses Absatzrückganges konnten die deutschen Erzeuger dennoch in der ersten Hälfte des Jahres ein überdurchschnittliches Umsatzplus ausmachen – Ihre Einnahmen stiegen um etwa 2,1 Prozent. Im Ganzen kamen die deutschen Weine auf einen Marktanteil von 47,6 Prozent (- 3,0 Prozent), umsatzbezogen auf 53,4 Prozent (- 2,0 Prozent).

Bei der Absatzanalyse aller in Deutschland verkauften Weine war ein ähnlicher Trend erkennbar. Der Konsum sank insgesamt um 2,0 Prozent, während der Umsatz um 0,6 Prozent stieg. Große Gewinner des ersten Halbjahres 2009 waren die französischen Weine, die sich sowohl im Absatz als auch im Umsatz Zuwächse verschaffen konnten. Zu den Verlierern zählten vor allem die Weine aus der Neuen Welt mit einem Absatzrückgang von 7,9 Prozent und einem Wertrückgang von 7,3 Prozent.

Insgesamt waren die Absatzeinbußen besonders spürbar bei den Rotweinen (- 2,7 Prozent) und den Roséweinen (- 2,9 Prozent). Der Weißweinabsatz ging dagegen nur mäßig zurück (- 0,7 Prozent).

Gekauft wurde der Wein dabei hauptsächlich in Discountern, die fast die Hälfte des Gesamtabsatzes einnahmen und damit die Hauptbezugsquelle für Weine sind. Der Weinkauf bei Winzern bzw. Winzergenossenschaften ging demgemäß um gut 5,1 Prozent zurück. Hier ließ sich jedoch ebenfalls ein leichtes Umsatzplus von 0,7 Prozent ausmachen. Heftiger traf es den Fachhandel der 7,9 Prozent Absatz einbüßte und auch im Umsatz 3,9 Prozent verlor.

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