Weintrauben – ein vielfältiger Rohstoff

15. Januar 2014

Die edle Weinreibe ist eine der wichtigsten Kulturpflanzen der Welt: Von Australien bis Deutschland, von Südafrika bis Südamerika, überall auf der Welt wird Wein aus ihr gemacht. Doch daneben gibt es noch weitere Produkte, die aus Weinreben und der süßen Frucht, die ihr entwächst, gemacht werden.

Die Vielfalt der Weinrebe

Neben dem Verzehr der bloßen Tafeltraube, mögen wir die getrocknete Rosine auch gerne im Kuchen oder Apfelstrudel. Der alkoholhaltigere Weinbrand hat sich vor allem in Europa und Amerika verbreitet. Und Kenner möchten Weintraubenkernöl mit seinem leicht rußigen Geschmack ebenfalls nicht missen.

Weintraube als Basis für Cognac, Rosinen und Öl

Weintraube als Basis für Cognac, Rosinen und Öl

Leckere Weintrauben und Rosinen

Weintrauben, die als kleine, süße Früchte in unseren Mund wandern, stammen nicht von der gleichen Rebe wie die für den Wein. Man unterscheidet hier zwischen Tafel- und Keltertrauben, wobei letztere dem Weinrecht unterliegen. Für den empfindlichen Esser hat man die Tafeltraube schon längst kernlos gezüchtet. Im Schnitt verputzt jeder Deutsche etwa 4,4 Kilo pro Jahr, wobei die meisten Tafeltrauben aus dem Ausland kommen. Aus den Tafeltrauben werden außerdem Rosinen gewonnen, indem die reifen Früchte in der Sonne luftgetrocknet werden bis sie nur noch 15-15% Feuchtigkeit besitzen. Um etwa ein Kilo Rosinen herzustellen braucht es vier bis fünf Kilo frische Früchte. Je nach Rebsorte spricht man auch von Sultaninen, die aus weißen Sultana-Trauben gewonnen werden, oder von Korinthen, die aus der schwarzblauen Korinthiaki-Rebsorte gewonnen werden.

Hochprozentiges aus Keltertrauben

Wird Wein destilliert, so entsteht daraus Weinbrand oder auch Brandy genannt. Wohl der Bekannteste seiner Art ist der Cognac, der aus der gleichnamigen Stadt in Frankreich stammt. Jedoch können uns die Franzosen nur milde belächeln, wenn wir uns das edle Tröpfchen in einen großen Schwenker einschenken. Denn der kultivierte Franzose trinkt seinen Cognac aus einem Nosing-Glas. Besonders bekannt sind Cognac von Martell – übrigens der erste, der diesen Weinbrand herstellte – von Hennessy und von Camus, wobei man sich hier im zwei- bis dreistelligen Bereich für eine Flasche Cognac bewegt. Aber auch aus Deutschland kommen bekannte Brandweine wie etwa „Asbach Uralt“ oder „Chantré“.

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Spargelzeit ist Weißweinzeit!

11. März 2013

Seit Ostern ist es endlich wieder so weit – frischer Spargel ziert die Marktstände und Gemüseabteilungen der Republik. Die Vorfreude darauf ist derart groß, dass sich viele Deutsche kaum gedulden können und bereits Mitte April entweder zum südeuropäischen Spargel greifen oder Einheimischen zu stolzen Preisen kaufen.

Aber verwundert das denn? Schließlich muss man mit dem Ende der Spargelzeit am 24. Juni, wieder geschlagene zehn Monate warten, um erneut in den Genuss des königlichen Gemüses zu kommen. Da Spargel somit eine sehr exklusive Kulturpflanze ist, die im Vergleich zu ihren Artgenossen keine Nebenrolle auf dem Teller spielt, hat er es auch verdient, durch ebenso exklusive Getränke begleitet zu werden.

Weißwein im Glas aauf Tisch

Weißwein passt fast immer zu Spargel!

Zu Spargel trinkt man Wein, soviel ist klar. Dass es kein Rotwein sein sollte ebenso, da dieser den Eigengeschmack des Spargels überlagert und damit jegliche Freude daran verloren geht. Somit bleiben die Weißweine, die allerdings auch einige Kriterien erfüllen müssen, um neben dem mit Spargel angerichtetem Teller Platz nehmen zu dürfen. So sind trockene Weißweine von Vorteil, die zwar edel aber dennoch dezent sind, um nicht in einen geschmacklichen Konkurrenzkampf mit dem Stangengemüse zu treten. Dabei müssen die Weine aber nicht leblos sein. Sowohl die klassischen Spargelweine als auch die Geheimtipps überzeugen mit Qualität und individuellem Charakter. Den ganzen Beitrag lesen »

Weinregionen touristisch erschließen: Burgund in Frankreich

29. September 2010

Burgund, französisch: Bourgogne, ist neben Bordeaux eines der wichtigsten Weinanbaugebiete weltweit. Berühmt ist diese Provinz durch ihre Trauben: Pinot-Noir (für den roten Burgunder) und Chardonnay (für den weißen Burgunder). Weinberge in Burgund befinden sich nicht selten im Besitz zahlreicher Eigentümer. Durch das gleiche Erbrecht aus Zeiten Napoleons wurden die ohnehin schon kleinen Weinbergsflächen mehr und mehr aufgeteilt. Jedes Gut wurde zu gleichen Teilen an die Kinder vererbt.

Jedoch ist Burgund nicht nur für den hochwertigen Wein bekannt. Es strotzt vor geschichtsträchtigen Gebäuden, alten Burgen und Schlössern. Seine wunderschöne Natur mit Weinbergen, Wäldern, Wiesen und kleinen Flüssen lädt zum Wandern und Radfahren ein. Die abwechslungsreiche Landschaft verleiht Burgund seinen ganz besonderen Charakter.

Die historische Hauptstadt der Region Burgund in Frankreich,  Dijon, ist definitiv einen Besuch wert. Der bekannte Dijon Senf erfreut sicht weltweit großer Beliebtheit. Den ganzen Beitrag lesen »

Whisky: Und wie er vom Wein profitiert.

31. Mai 2010

Spricht man von gutem Whisky, so kommt man nicht umhin, sich früher oder später auch mit dem Thema Wein zu beschäftigen. Denn Whisky verdankt seine große Aromenvielfalt in vielen Fällen dem Einfluss des edlen Traubensaftes.

Nach dem Kelterungsprozess wird Wein zur Reifung oft  in große Eichenfässer (Barriques) abgefüllt. Das Holz von amerikanischen oder europäischen Eichen spielt beim Reifungsprozess eine wichtige Rolle, denn es enthält Tannin. Tannin, das in seiner Zusammensetzung härter und rauer ist als das Tannin der Weintrauben. Es stabilisiert während der Reife die allgemeine Struktur und Farbe des Weins. Darüber hinaus ist auch die Behandlung der Fässer von großer Bedeutung.  Bei der Herstellung werden die Dauben über einem Feuer erhitzt, um sie formbar zu machen. Je nach Dauer und Intensität des Erhitzens wird die Innenseite des Fasses entweder schwach oder stark geröstet.  Diesen Vorgang nennt man „toasting“. Durch das „toasting“ gibt das Fass später Röstaromen an den Wein (und den Whisky) ab. Ein intensives Raucharoma entsteht, wenn die Fässer stark geröstet wurden. Wurden sie schwach geröstet, dann schmeckt man später ein dezentes Vanillearoma im Wein und im Scotch (schottischer Whisky), das sich hauptsächlich aus gelösten Holzbestandteilen zusammensetzt. Weil die Fässer mit der Zeit auslaugen und die Konzentration der Tannine und Aromen abnimmt, beschränken sich Weinmacher darauf, ihre Fässer höchstens fünfmal neu zu befüllen.

Whisky-fässer, alt und gebraucht im Freien

Alte Whisky-Fässer

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vineyard – Nicole’s wine terms Lesson 4

15. September 2009

Beim letzten Mal haben Sie ein paar nützliche Standardsätze zum Thema Weingut gelernt. Jetzt helfe ich Ihnen, Ihre Weinberge zu beschreiben. Der Weinberg ist auf Englisch vineyard. Die Einzellage, die ja in anderen Ländern so nicht existiert, kann single vineyard site genannt werden. Vine bedeutet Rebe, also die gesamte Pflanze, und wird wie das deutsche Wort „Wein“ ausgesprochen. Dagegen spricht sich vineyard ungefähr so: winjard. We cultivate our vines on very steep slopes. We can harvest our vineyards mechanically as they are situated on gentle slopes. The steep slopes make a lot of manual work necessary.
Auch die Exposition ist wichtig:

Our vineyards are south and south-west faced. Our south-facing vineyards are perfect for growing Pinot Noir. Achtung: Sie müssen bei der Aussprache von vine und wine wirklich genau auf den Unterschied achten. Es mag verwirrend sein, dass vine wie unser deutsches Wort Wein ausgesprochen wird, das englische wine (das Getränk) aber mit einem Laut wie „ua“ am Anfang. An dieser Stelle gebe ich Ihnen im Januar wieder Hilfestellung für Ihre nächste englischsprachige Weinprobe.